Rückblick
Regionalgruppe Bonn
Zusammen mit der Landesbeauftragten Trudi Baum und der Sprecherin der Regionalgruppe Bad Münstereifel Sabine Fisang, haben wir im Jahr 2011 u. a. zu zwei sehr gelungenen und gut besuchten Fachvorträgen eingeladen.
Für den 27.05.2011 konnten wir Frau Marlene Handels-Schmidt, ( NLP-Lehrtrainerin / www.nlp-eifel.de) aus Mechernich als Referentin zu dem Thema „Aus der Praxis für die Praxis – NLP* ein Handlungsfeld übergreifender Ansatz und seine Nutzung im heilpädagogischen Alltag“ gewinnen.
Frau Handels-Schmidt begeisterte die Teilnehmer mit folgenden, praxisnahen und lebhaft dargestellten Inhalten:
- NLP – ·Ursprung/Entwicklung ▪·eine Prise ▪ Theorie ▪ einige Grundannahmen
- Sinnesspezifisch Wahrnehmen und Kommunizieren
- Anker gezielt einsetzen
- Kreative Anwendung im Alltag
- Möglichkeiten: ▪ Elternarbeit·▪ Kinder·▪ Kollegen·▪ Vorgesetzte/Träger
- Fragen ▪ Anregungen ▪ Kritik
Für den 05.11.2011 konnten wir Frau Eva Cella (Dipl.-Heilpädagogin, i. A. zur Kinder- und Jugendpsychotherapeutin/ Autismusambulanz Bonn) als Referentin zu dem Thema „Allgemeine Einführung in die Diagnose AutismusSpektrumStörung“ gewinnen.
Schwerpunkte des Vortrages waren:
- Die soziale Entwicklung im ersten und zweiten Lebensjahr
- Was ist Autismus?
- Definition des Autismus
- Psychologische Konstrukte
- Mögliche Ursachen
- Diagnostik
- Therapie
- Förderung autistischer Kinder im heilpädagogisch-erzieherischen Alltag
Frau Cella erzählte von ihrem beruflichen Alltag, untermauert von Videosequenzen und Arbeitsmaterialien. Ein abschließender fachlicher Austausch aller Teilnehmer und die Vorstellung von Fachliteratur rundeten den Vortrag ab. Wir möchten den beiden Referentinnen an dieser Stelle noch einmal herzlich danken.
Des Weiteren möchten wir Klaus Velten und Christoph Dubois für die Bereitstellung der sehr schönen Seminarräume des Bonner Kochateliers (www.kochatelier-bonn.de) sowie für die gespendeten, kulinarischen Köstlichkeiten danken.
Wir wünschen allen einen guten Start in das Jahr 2012.
Kontakt: Sonja Velten und Nicole Bak, BHPBonn@gmx.deDie Arbeit mit dem Systembrett im Coaching
In der Regionalgruppe Aachen und Umgebung fand am Donnerstag, 20.10.2011 von 18.30 –21.00Uhr im Forum des Berufskollegs Stolberg der StädteRegion Aachen der Themenabend: „Die Arbeit mit dem Systembrett im Coaching“ mit Frau Dr. Claudia König (Dipl.Heilpädagogin, Erziehungswissenschaftlerin, Coach DBVC, Video-Interaktions-Trainerin) statt. Unter den TeilnehmerInnen befanden sich viele Mitglieder des bhp und die Heilpädagoginnen und Heilpädagogen des laufenden Ausbildungsganges am Berufskolleg.
In einem sehr praxisbezogenen Vortrag führte Frau Dr. König durch einen kurzweiligen, inputreichen Abend. Die TeilnehmerInnen erfuhren über die Herkunft des Systembrettes, seine Erschaffung und seine Weiterentwicklung. In den dargestellten Grundannahmen zur Methode Systembrett („Menschen entstehen im System“, „Menschen verhalten sich entsprechend dieser Systeme“, „Probleme sind es Wert geschätzt zu werden“, „Die Wirklichkeit bestimmt der Konstrukteur“, „Systemisch denken bedeutet zirkulär denken“, „Beobachter sind Teil der Beobachtung“, „Probleme sind zeit- und kontextabhängige Konstrukte“ (in Anlehnung an Polt, Riemser) wurde zugleich die systemische und heilpädagogische Grundhaltung vertieft: „ Der Klient ist der Experte für sein Problem.“ An einem mitgebrachten Fall eines freiwilligen Probanden wurde das Systembrett dann in der Praxis zum Einsatz gebracht. Die Arbeit mit dem Systembrett ist eine sehr intensive, lösungsorientierte Form der Beratungsarbeit, die Zeit braucht.
Nicht nur in sozialen Arbeitsfeldern, sondern auch im Management und überall dort, wo für und mit Menschen gearbeitet/beraten wird kommt die heilpädagogische Grundhaltung zum Tragen.
Abschlussbemerkung der Autorin:
Wenn wir die uns anvertrauten Menschen als Experten für ihre Probleme sehen, welche durch unsere Profession selbständig zu ihrer eigenen Lösung finden und (wieder)handlungsfähig werden, sind wir aus meiner Sicht der INKLUSION unglaublich nahe. Jede eigens durchlebte Lösung eines Problems bedeutet persönliches Wachstum und Erfahrungsreichtum. Im Chinesischen gibt es für Krise und Chance nur ein Wort, hier ist die Ressource gleich schon enthalten.
In einer Gesellschaft, in der immer gerne die schnellsten Lösungen genommen werden ist es sehr wichtig sich zu besinnen, kleine Schritte zu tun und lieber erst einmal langsam zu gehen.
Auch der längste Weg beginnt mit dem ersten Schritt. (Chinesische Weisheit)
Steffi Zell
Kontakt Frau Dr. Claudia M. König, koenig@coaching-koenig.com
Treffen der Regionalsprecher aus NRW
Am 15.10.2011 trafen sich die Regionalsprecher aus NRW von 09:30 – 15:00 Uhr im Autismus-Zentrum Dortmund. Nach einer netten Begrüßung und der allgemeinen Informationsweitergabe stiegen wir in das Hauptthema des Tages ein. Lebhaft und konstruktiv diskutierten die 11 Anwesenden unter der Leitung von Trudi Baum, über die Gestaltung des Fachtages 2012, der in Bonn zum Thema „Inklusion“ statt finden soll.
Als erstes suchten wir einen ansprechenden Titel, der alle Fassetten des Begriffs verdeutlicht. Wir entschieden uns für: „Inklusion kommt- Herausforderung für alle“. Von diesem Titel erhoffen wir uns, dass sich Heilpädagogen, Fachkräfte, sowie Politiker und Betroffene angesprochen und motiviert fühlen an der bandbreite von interessanten Workshops teilzunehmen. In der Planung sollen viele unterschiedliche Themenbereiche berücksichtigt werden.
Erste Ideen zur Tagesgestaltung sowie Workshopschwerpunkte wurden gesammelt und mögliche Referenten vorgestellt/diskutiert.
Alle Beteiligten brachten sich ein und es wurde schnell deutlich, dass dies ein sehr umfangreiches Thema ist und der Begriff “Inklusion“ bei den Kolleginnen und Kollegen sehr unterschiedliche Gedanken hervor rief. So waren kritische Stimmen zu hören, die offen äußerten, dass der gute Gedanke der Inklusion für Sparzwecke missbraucht werden könnte. Aber auch bereits bestehende, gut laufende Projekte in NRW wurden vorgestellt, die den Gedanken der Inklusion bereits leben. Ebenso schließt der Inklusionsgedanke, unserer Meinung nach, nicht nur Menschen mit Behinderungen, sondern auch Menschen mit Migrationshintergrund, Senioren, Hochbegabte u.s.w. mit ein. Diese unterschiedlichen Blickrichtungen in den Fachtag mit einzubinden wird unsere große Aufgabe werden.
Nach einer Mittagspause zeigte uns Christine Panzer das Autismus Zentrum Dortmund in dem sie seit gut drei Jahren arbeitet.
Anschließend konkretisierten wir die Planung und verteilten Aufgaben für den Fachtag. Im November zum Heilpädagogen Fachtag in Berlin, treffen wir uns um die Fortschritte und Ergebnisse zusammen zu tragen.
Nächstes Treffen der Regionalsprecher aus NRW am 07.01.2012 um 10:00 Uhr in Bonn, Thema Fachtag 2012
Mit freundlichen Grüßen
Kirstin Schmidt
Regionalsprecherin Dortmund/Bochum und Umgebung
Themenabend in Aachen: „ Die Arbeit mit dem Systembrett im Coaching“
In der Regionalgruppe Aachen und Umgebung fand am Donnerstag, 20.10.2011 von 18.30 –21.00Uhr im Forum des Berufskollegs Stolberg der StädteRegion Aachen der Themenabend: „ Die Arbeit mit dem Systembrett im Coaching“ mit Frau Dr. Claudia König (Dipl.Heilpädagogin, Erziehungswissenschaftlerin,Coach DBVC, Video-Interaktions-Trainerin) statt. Unter den TeilnehmerInnen befanden sich viele Mitglieder des bhp und die Heilpädagoginnen und Heilpädagogen des laufenden Ausbildungsganges am Berufskolleg.
In einem sehr praxisbezogenen Vortrag führte Frau Dr. König durch einen kurzweiligen, inputreichen Abend. Die TeilnehmerInnen erfuhren über die Herkunft des Systembrettes, seine Erschaffung und seine Weiterentwicklung. In den dargestellten Grundannahmen zur Methode Systembrett („Menschen entstehen im System“, „Menschen verhalten sich entsprechend dieser Systeme“, „Probleme sind es Wert geschätzt zu werden“, „Die Wirklichkeit bestimmt der Konstrukteur“, „Systemisch denken bedeutet zirkulär denken“, „Beobachter sind Teil der Beobachtung“, „Probleme sind zeit- und kontextabhängige Konstrukte“ (in Anlehnung an Polt, Riemser)wurde zugleich die systemische und heilpädagogische Grundhaltung vertieft: „ Der Klient ist der Experte für sein Problem.“ An einem mitgebrachten Fall eines freiwilligen Probanden wurde das Systembrett dann in der Praxis zum Einsatz gebracht. Die Arbeit mit dem Systembrett ist eine sehr intensive, lösungsorientierte Form der Beratungsarbeit, die Zeit braucht.
Nicht nur in sozialen Arbeitsfeldern, sondern auch im Management und überall dort, wo für und mit Menschen gearbeitet/beraten wird kommt die heilpädagogische Grundhaltung zum Tragen.
Abschlussbemerkung der Autorin:
Wenn wir die uns anvertrauten Menschen als Experten für ihre Probleme sehen, welche durch unsere Profession selbständig zu ihrer eigenen Lösung finden und (wieder)handlungsfähig werden, sind wir aus meiner Sicht der INKLUSION unglaublich nahe. Jede eigens durchlebte Lösung eines Problems bedeutet persönliches Wachstum und Erfahrungsreichtum. Im Chinesischen gibt es für Krise und Chance nur ein Wort, hier ist die Ressource gleich schon enthalten.
In einer Gesellschaft, in der immer gerne die schnellsten Lösungen genommen werden ist es sehr wichtig sich zu besinnen, kleine Schritte zu tun und lieber erst einmal langsam zu gehen.
Auch der längste Weg beginnt mit dem ersten Schritt. (Chinesische Weisheit)
Steffi Zell
Kontakt: Frau Dr. Claudia M. König, koenig@coaching-koenig.com
„Inklusion macht die Gesellschaft reicher“ – Besuch bei Norbert Killewald (2. Folge)
Wie in der Sommerausgabe der heilpaedagogik.de berichtet erwarteten wir eine Reaktion von Norbert Killewald auf unsere Fragen, die wir im Mai beim letzten Besuch in seinem Büro dagelassen hatten. Leider war es ja nicht zur persönlichen Begegnung gekommen - das konnten Gabriela Zenker (BHP- Vorstandsmitglied) und ich als stellvertretende NRW-Landesbeauftragte aber am 7. September bei einem neu angesetzten Termin im Düsseldorfer Regierungsviertel nachholen.
So hatten wir Gelegenheit zu einem gut einstündigem, sehr angeregten Gespräch über Heilpädagogen, Verbandsarbeit, Möglichkeiten der Netzwerkarbeit und politischer Aktivitäten ...Schwerpunktthema war aber die Inklusion. Obige Überschrift ist auch nur "geklaut" - sie ist Titel der aktuellsten Veröffentlichung des Beauftragten für die Belange der Menschen mit Behinderung des Landes Nordrhein-Westfalen. Norbert Killewald ist seit gut einem Jahr in diesem Amt mit dem sperrig langen Titel. Die neue umfangreiche Broschüre beschreibt einerseits kurz die deutlich andere Sicht auf Behinderungen in der UN-Konvention sowie andererseits die aktuelle Sicht auf die "Inklusionslage" bzw. mögliche Voraussetzungen dafür in NRW . Das wird mit Daten und Fakten aber auch beispielhaften Lebenssituationen anschaulich dargestellt. Lohnende Lektüre für uns Heilpädagogen in NRW!
Zurück zum Inhalt unseres Gesprächs: Herr Killewald sieht uns Heilpädagogen als notwendige und kompetente Teilnehmer im Inklusionsprozess. Notwendig seien wir nicht nur, weil die Zahl der Lehrer allein nicht ausreiche, um beispielsweise die Betreuung/ den zukünftigen (heilpädagogischen) Bedarf der Schüler in einer inklusiven Schule befriedigend abzudecken sondern weil wir eben mit unseren ganz anderen Kompetenzen die inklusive Arbeit multiprofessioneller Teams ergänzen.
Wichtiges Thema war dann auch die mögliche aktive Teilnahme Herrn Killewalds bei dem gerade im Planungsstadium befindlichen NRW-Fachtag 2012 in Bonn. Herr Killewald nahm die Einladung interessiert entgegen und wird nach genaueren Informationen über die konkrete Planung bzw. nach seinem Terminkalender entscheiden, ob er mit dabei sein kann. Aktuelleres dazu in einer weiteren Fortsetzung zum Thema " Politische Arbeit der BHP- Landesgruppe" dann im neuen Jahr!
Kontakt: Karen Riemann, karen.riemann@web.de
Bericht aus NRW – Treffen auf Landesebene
Am Samstag, dem 09.04.2011 trafen sich die Regionalsprecher aus NRW mit ihrer Landesbeauftragten Trudi Baum in der Zeit von 9.30 – 15.00 Uhr. Tagungsort war die heilpädagogische Praxis von Klaus Knobelspieß-Caspari, der seit 2010 als Regionalsprecher für die Region Wuppertal/ Bergisches Land/ Köln tätig ist. Nach der Begrüßung durch den Hausherrn und die Landesbeauftragte wurde das Konzept und die Entwicklung der Praxis von Herrn Knobelspieß-Caspari vorgestellt; eine sich anschließende Führung durch die Räumlichkeiten unterstrich die Ausführungen.
Doris Albert, die seit 2011 für die regionale Arbeit im BHP verantwortlich ist, war extra zu diesem Treffen aus Berlin angereist und brachte wichtige Informationen aus der Geschäftsstelle mit.Hingewiesen wurde unter anderem auf die Bundesfachtagung im November und erste grundlegende Informationen zum Qualifikationspass (BHP QP) stießen bei den Zuhörern auf großes Interesse. Neben den obligatorischen, aber immer ganz wichtigen Berichten aus den Ländern nahm die Planung eines Fachtags in NRW, der für den 16.06.2012 geplant ist, großen Raum ein. Es ist noch früh genug, die Thematik des Fachtags und Inhalte von Workshops mit zu gestalten, deshalb ist jeder Interessierte hiermit aufgerufen, Ideen und Wünsche an die zuständigen Regionalsprecher weiter zu leiten. Als neue ins Amt berufene Regionalsprecherin konnte Nadine Kolley begrüßt werden, die sich um den Raum Düsseldorf kümmern wird. Das nächste Treffen wird am 9.10. 2011 von 10.30 -15.00 Uhr in Dortmund sein. Dort wird die Regionalsprecherin Christina Panzer die Gastgeberin sein und den interessierten Kollegen ihr Arbeitsfeld vorstellen.
Trudi Baum, g-baum@unitybox.de
Bericht aus dem Beirat
Der Beirat, gebildet aus den Landesbeauftragten, ist seit der Satzungsänderung im November 2006 ein Organ des BHP, das den Vorstand berät. Am 13.5.2011 traf sich der Beirat zur zweiten Sitzung in 2011, die in der Geschäftsstelle des BHP in Berlin stattfand. Die Berichte aus den Ländern machten deutlich, dass Inklusion einerseits ein wichtiges Thema ist, andererseits aber auch sehr kontrovers bei den Regionaltreffen diskutiert wird. Die nächste Bundesfachtagung im November 2011 wird das aktuelle Thema aus den unterschiedlichsten Blickwinkeln beleuchten.
Vorbereitet und erörtert wurden auch die Inhalte des Gesprächs mit Norbert Killewald, dem Landesbeauftragten in NRW für die Belange der Menschen mit Behinderung, das für den 16.05.2011 geplant war und an dem die Landesbeauftragte, ihre Stellvertreterin, eine Regionalsprecherin aus NRW und ein Mitglied des Vorstands teilnehmen. Nochmaliges Thema war die Vergütung ehrenamtlich Tätiger. Die Ergebnisse der Beiratssitzung wurden am nächsten Tag mit dem Vorstand im Rahmen der gemeinsamen Sitzung besprochen. Gesprächsbedarf wurde deutlich zur Zukunft des Berufspolitischen Forums. Das Forum an sich steht nicht zur Debatte, wohl aber seine Form, Ausgestaltung und Durchführung. Die Mitglieder des Beirats wurden vom Vorstand gebeten, diesen Diskussionspunkt mit in die Regionen nehmen. Die Wünsche und Anliegen der Ehrenamtler sollen aufzeigen, in welche Richtung sich das Berufspolitische Forum entwickeln wird. Als neues, vom Vorstand ins Amt berufenes Mitglied des Beirats konnte Verena Scharbaum aus Mecklemburg-Vorpommern begrüßt werden, die die Landesbeauftragte Cornelia Künzel unterstützt oder in ihrer Abwesenheit vertritt. Der Beirat trifft sich wieder im Vorfeld der Bundesfachtagung im November 2011. Kontaktdaten des Beirates sind im Internetauftritt des BHP zu finden.
Trudi Baum, Landesbeauftragte des BHP für NRW, g-baum@unitybox.de
Aachen
Am Sonntag, den 22.Mai 2011 präsentierten die „Vorschulkünstler“ des KiLa 7 e.V. in einer Vernissage ihre Kunstwerke, die im vergangenen ¾ Jahr in einem Großprojekt mit der Hochbegabtenpädagogin Monica Maas erarbeitet wurden. Im Interview erläuterte Monica Maas, dass das Kunstprojekt aus den Ideen der Kinder in einem gemeinsamen Brainstorming entstanden sei. Innerhalb von neun Monaten wurden die Biographien von 8 Künstlern, um nur einige aufzuzählen: Pablo Picasso, Jackson Pollock, Claude Monet, Hundertwasser, etc. besprochen. Die Kinder schauten sich einige Werke der Künstler an, interpretierten, diskutieren, philosophierten über deren Bedeutung und kamen zu dem Schluss:„Kunst liegt immer im Auge des Betrachters!“
Nachdem die Kinder die verschiedenen Künstler kennen gelernt hatten, probierten sie die Techniken, mit denen die Künstler ihre Werke gestalteten, selbst aus. Zum Beispiel wurden unter die Tische Leinwände geklebt und auf dem Rücken liegend gemalt, so wie einst Michelangelo. Beim Actionpainting nach Jackson Pollock kam so viel Freude auf, dass diese Aktion sogar zweimal durchgeführt werden musste. Die Kinder erkannten im Gesamtprozess, dass „Malen“ auch anstrengend sein kann. Was normalerweise im Alltag so „leicht von der Hand“ geht, wurde plötzlich zur Herausforderung. Auch lernten Die Kinder die verschiedensten Materialien kennen, mit denen man malen und gestalten kann (Gips, Porzellan, das zuvor zerbrochen wurde, mit Löffeln arbeiten, Flaschen; etc.).
Die Vernissage fand in dem liebevoll dekorierten Gruppenraum, des eingruppigen KiLa statt. Die Stimmung wurde von klassischer Musik abgerundet, auf Tischen, an Stellwänden, an Stoffbahnen, sowie auf Staffeleien fand man die Ausstellungsstücke der „Vorschulkünstler“. Im Garten war für das leibliche Wohl gesorgt. Begleitet von einer Live-Band befanden sich dort auch Attraktionen für die Kinder (Schminken, Tattoos mit Airbrush, Hüpfburg...).
Der Höhepunkt erfolgte zur Halbzeit der Veranstaltung: Die Versteigerung von vier Werken der Künstler. Versteigert wurde im amerikanischen Prinzip. Der Moderator ging mit einer Urne im Raum herum und die Versteigerungsteilnehmer/innen mussten ihre erstandenen Essensmarken hinein werfen. Die Zeit wurde geheim vorgegeben, wer als letztes den Bon einwarf, war dann stolzer Besitzer des Kunstwerkes!
Ich möchte die Atmosphäre dort als grandios bezeichnen. Selbst als ein Wolkenbruch die Aktionen im Garten zum Erliegen brachte, zeigte sich das Organisationsteam äußerst flexibel.
Die Vernissage hatte eine sehr positive Außenwirkung. Keine Spur von dem 70er Jahre-Image, was vielen Kinderläden immer noch unterstellt wird. Diese Einladung hat mich sehr geehrt. Im Namen des BHP e.V. überreichte ich an die Künstler und Frau Maas kleine Präsente. Mir ist persönlich noch einmal sehr klar geworden, wie wichtig die künstlerisch-ästhetische Bildung für alle Kinder ist. Die Dynamik, die die Kinder in ihrer Kunst haben ist ein ureigenes, intrinsisches TALENT, was nicht verkümmern darf und gefördert und gefordert werden sollte. Den heilpädagogischen Gedanken möchte ich dazu nutzen auf die Interpretationsebene der Kinder zu gehen. Bei künstlerischen Aktivitäten gibt es keine Unterschiede, hier ist ein vollkommener Einklang. Ich drücke mich aus. Egal ob ich mit dem Mund male, auf dem Rücken liegend, mit den Füßen, oder mit dem ganzen Körper. Kunst ist ein sehr „inklusiver“ Moment. Jeder kann es so leben wie er ist, da die spätere Interpretation wie die Kinder es ganz genau erkannt haben – im Auge des Betrachters liegt!
Ein herzlicher DANK ist allen fleißigen Händen auszusprechen, die diesen Tag unvergesslich gemacht haben! Hier wurde sehr deutlich, dass Ehrenamt auch zusammenfügt, aus vielen kleinen Anteilen wurde ein „Großes“! Im Namen des BHP e.V. wünsche ich dem KiLa 7 e.V. noch viele solcher tollen „inklusiven“ Momente.
Steffi Zell
Zu Besuch in Düsseldorf
Gut vorbereitet machten wir uns aus verschiedenen Himmelsrichtungen bzw. aus verschiedensten persönlichen Arbeitsfeldern auf den Weg zum schon langfristig geplanten Termin mit Norbert Killewald. Herr Killewald ist seit Herbst letzten Jahres Landesbeauftragter für die Belange der Menschen mit Behinderung der rot-grünen Regierung in NRW. Wir hatten uns nicht nur mit BHP- Veröffentlichungen "ausgerüstet", sondern diese auch noch einmal intensiv auf "Herz und Nieren" bzw. Aussagegehalt im Sinne der Inklusion geprüft. Wir, das waren Sonja Velten (Regionalsprecherin Bonn), Trudi Baum (NRW-Landesbeauftragte), Gabriela Zenker (Vorstandsmitglied aus NRW) und Karen Riemann als stellvertretende Landesbeauftragte.
Wir wollten uns mit Herrn Killewald über Inklusion und deren Umsetzung austauschen, uns und unsere Kompetenzen als berufsbedingte Inklusionsspezialisten bei der Mitgestaltung dieses Prozesses deutlich machen. Leider machte uns die Verkehrssituation in der Landeshauptstadt einen Strich durch die Rechnung, Herr Killewald wurde durch einen unüberwindbaren Stau gehindert, zu unserem Gespräch mit seiner Referentin, Frau Martina Lindner-Wöhning noch dazu zu kommen. Ihr konnten wir aber unser Päckchen aus der Geschäftsstelle mit Erklärungen zu unserer Arbeit als Heilpädagogen bzw. als Fachverband überreichen. Einen direkten Kontakt könnte es bei der Bundesfachtagung oder erst recht beim für Juni 2012 geplanten NRW-Fachtag des BHP geben.
Wie wichtig und wirksam die berufsverbandliche Arbeit auf Länderebene sein könnte, wurde uns durch die Darstellung eines Beispieles direkter Beteiligung an Anhörungsverfahren ( in nächster Zeit steht das KIBIZ auf der Tagesordnung des Familienausschusses!) erklärt. Auf diesem Weg kann das Anliegen von Heilpädagogen direkt in Entscheidungsprozesse des Landtages mit einfließen, wenn sich unsererseits sachkundige KollegInnen durch Erstellen entsprechender Vorlagen engagieren. Klar wurde auch unserseits angeboten bzw. gewünscht, bei der Erstellung sowie späteren Umsetzung des Aktionsplanes (Aufgabe im Sinne der UN-Konvention über die Rechte der Menschen mit Behinderung) und des für die Schule entsprechenden Inklusionsplanes für das Land mitgestaltend mitzuarbeiten. Begünstigend für die Mitwirkungsmöglichkeiten wären natürlich Gespräche zwischen Vertretern der Sozialverbände und des BHP, Kontakte finden auf Landesebene noch zu wenig statt. Eine von vielen Aufgaben in Zukunft...Wir werden diese ersten Bemühungen des politischen Engagements auf Länderebene weiterverfolgen - Früchte diese Prozesses könnten die TeilnehmerInnen des Fachtages im Juni 2012 "ernten"? Planungen für das Programm laufen jetzt an...
Nach unserem leider "behindertem" Versuch, zuallererst einmal ins direkte persönliche Gespräch zu kommen, sind wir gespannt, wie Herr Killewald unsere mitgebrachten Fragen schriftlich beantwortet - er weiß, dass wir seine Antworten in der nächsten heilpaedagogik.de veröffentlichen werden. Also: Fortsetzung folgt!
Regionalgruppe Aachen und Umgebung
Am 05.05.2011 von 18:00 – 20:30 Uhr stellte sich Frau Gabriele Molitor einer ausgewählten Gruppe Fragen und einer Diskussion über Inklusion. Eine Schule für alle“, war das Thema der Einladung.
Ein Bericht über diese Veranstaltung ist als Download erhältlich [→ PDF-Dokument (19 KB)].
Regionalgruppe Dortmund, Bochum und Umgebung
Am 14.04.2011 fand ein Regionalgruppentreffen statt.
Das komplette Protokoll ist als Download erhältlich [→ PDF-Dokument (8 KB)].
Regionalgruppe Aachen und Umgebung
Die Regionalgruppe Aachen und Umgebung hatte in Kooperation mit dem Berufskolleg Simmerath / Stolberg des Schulverbandes in der StädteRegion Aachen zum ersten Themenabend im neuen Jahr am 17. Februar 2011 zum Thema
„Umgang mit herausforderndem Verhalten bei Kindern „ eingeladen.
Für den Themenabend konnte als Referentin Frau Angela Agadzi, Dipl. Sozialpädagogin /Sozialarbeiterin gewonnen werden. Frau Agadzi arbeitet seit 2002 bei der Lebenshilfe Aachen in der integrativen Kita „Waldmeister“ als Gruppenleitung in einer heilpädagogischen Gruppe zumeist mit autistischen Kindern im Vorschulalter zusammen.
Sie führte einen breiten und interessierten Teilnehmerkreis durch ihre sehr lebendigen und praxisorientierten Fallbeispiele an das Thema heran. Weitere Schwerpunkte des Vortrages waren:
- Beschreibung von herausforderndem Verhalten
- Umgang mit herausforderndem Verhalten und daraus resultierend mögliche Konsequenzen für den Mitarbeiter und für das Kind
- Ursachen von herausforderndem Verhalten
- Vorstellung des Erregungsniveaus anhand von drei Phasen
- Vorstellung der „Low-Arousal-Methode“ – eine nicht-konfrontative Methode, eine Betreuungs – Philosophie, die auf der Wertschätzung des Menschen basiert
Frau Agadzi verstand es sehr gut die theoretischen Hintergründe mit den praxisnahen Beispielen aus ihrem Arbeitsalltag miteinander zu verflechten, so dass ein Gesamtbild von dem Umgang mit herausforderndem Verhalten bei Kindern entstand. Einen herzlichen Dank dafür. Die Regionalgruppe Aachen und Umgebung wird auch für die zweite Jahreshälfte einen weiteren Themenabend vorbereiten. Thema und Veranstaltungstermin werden rechtzeitig bekannt gegeben.
HP als Kooperationspartner eines Familienzentrums in NRW
Seit 2006 entwickelt die Landesregierung in NRW die Tageseinrichtungen für Kinder zu Familienzentren weiter. Sie sollen Knotenpunkte in einem neuen Netzwerk werden, das Familien umfassend berät und unterstützt.
Hinter den Familienzentren steht die Idee, Familien eine verlässliche Anlaufstelle für Alltagsfragen in ihrem Stadtteil zu bieten. Kindertageseinrichtungen eignen sich dafür besonders gut. Sie sind vertraute Orte – für Kinder ebenso wie für Eltern. Familienzentren sollen die Erziehungskompetenz der Eltern stärken sowie die Vereinbarkeit von Familie und Beruf verbessern. Frühe Beratung, Information und Hilfe in allen Lebensphasen sollen ermöglicht werden, indem die Familienzentren die bereits vorhandenen Dienste und Angebote zu Knotenpunkten bündeln. Die Landesregierung hat sich zum Ziel gesetzt, bis zum Jahr 2012 in NRW rund 3000 Tageseinrichtungen für Kinder zum Familienzentrum weiter zu entwickeln. Dann wäre jede dritte Tageseinrichtung für Kinder ein Familienzentrum. Der BHP hat 2010 den ersten Kooperationsvertrag mit einem zertifizierten Familienzentrum in NRW geschlossen. Ziel dieser gemeinsamen Vereinbarung ist es unter anderem, Fachvorträge aus heilpädagischer Sicht anzubieten, die Eltern in ihrer Erziehungskompetenz stärken sollen. Trudi Baum, Landesbeauftragte des BHP in NRW aber auch Leiterin des DRK-Integrativen Familienzentrums Bad Münstereifel–Schönau, lud am 21.10.2010 zum ersten Fachvortrag in Kooperation mit dem BHP ein. Thema: Hochbegabung – erkennen – verstehen – begreifen.
Frau Steffi Zell, die Referentin des Vortrags und selbst engagierte Heilpädagogin, beleuchtete die Thematik aus vielen Blickwinkeln und machte die 30 Teilnehmer sensibel für die Denkweise und besonderen Bedürfnisse hochbegabter Menschen.
Treffen auf Landesebene in NRW
Am Samstag, dem 11.09.2010, trafen sich die Landesbeauftragte Trudi Baum sowie die meisten RegionalsprecherInnen aus NRW in der Einrichtung bei Frank Radke in Duisburg. Wie immer, hatte der Gastgeber die Räumlichkeiten sowie Verpflegung so einladend vorbereitet, dass jeder Ankommende sich gut auf einen Tag einlassen konnte, der mit vielen interessanten Arbeitsthemen gefüllt war. Es war das dritte Treffen in 2010, bei dem auch die neu ins Amt berufenen Regionalsprecher Kirstin Franke (Region Dortmund), Klaus Knobelspieß-Caspari (Region Köln/Wuppertal/Bergisches Land) und Gisela Kamphuis (Region Münster) anwesend waren. An erster Stelle stand wie immer der Bericht aus den einzelnen Regionen, der bei der Vielzahl der Anwesenden sehr umfangreich war.
Besonders bedanken möchten wir uns an dieser Stelle bei Wolfgang van Gulijk, der extra aus Berlin angereist war, um uns über die Umstrukturierung in der Geschäftsstelle und die sich daraus ergebenden personellen Veränderungen zu informieren. An dieser Stelle möchte sich NRW bei Antje Kampffhäuser (Oetjen) bedanken, die Ende des Jahres vom Amt zurückgetreten ist. Mit ihrem Engagement und Ideenreichtum hat sie die Arbeit in ihrer Landesgruppe aber auch in NRW sehr bereichert. Ihren Platz wird Daniela Bercke einnehmen, die schon einmal in der Region Aachen tätig war und die wir an dieser Stelle schon einmal herzlich willkommen heißen wollen.
Regionalgruppe Aachen / Umgebung
Kooperationsvertrag
mit japanischer Gruppe
Liebe Kolleginnen und Kollegen,
durch Herrn Dr. Ansgar Stracke-Mertes, der am Berufskolleg Simmerath/Stolberg der StädteRegion Aachen Heilpädagogen ausbildet und uns mit seiner Arbeit in der Regionalgruppe seit Jahren bereichert kam ein Kontakt mit einer Gruppe aus Japan zustande.
Diese Gruppe aus Hiroshima hat mit der KaTho Aachen einen Kooperationsvertrag unterzeichnet. Das Anliegen der Delegation war es, sich integrative Konzepte in Kitas in Deutschland anzusehen und so wurden sie über Herrn Dr. Stracke-Mertes und Frau Steffi Zell in die Städtisch integrative KiTa Jackstrasse in Aachen-Brand eingeladen.
Das Jugendamt wurde zu diesem Anlass von der Teamleitung Frau Quentin vertreten, die Presse wurde informiert und hat auch bei CenterTV einen kleinen Beitrag am 23.9.2010 gesendet. Ebenso war ein kleiner Pressetext in der Zeitung zu lesen.
Die Leiterin der Kita, Frau Wiegand, und Frau Zell erarbeiteten auf die Anfragen von Herrn Dr. Stracke-Mertes eine Power-Point-Präsentation, in welcher die Einrichtung vorgestellt, die Finanzierung dargelegt und eine Fotodokumentation über den Alltag in der Kita gezeigt wurde. Der japanischen Gruppe wurde das Konzept der Einrichtung ausgehändigt.
In einem späteren Rundgang durch die Einrichtung konnten die Gäste einen kleinen Einblick in den pädagogischen Alltag der Arbeit bekommen, der von den Kolleginnen liebevoll durch kleine Aktionen vorgestellt wurde. Die japanischen Fachleute stellten viele Fragen und überreichten der Einrichtung liebevoll ausgesuchte, handgemachte Präsente.
Wenn ich mir die Bemerkung abschließend erlauben darf, ist dort eine vollkommene "Inklusions-Atmosphäre" entstanden, trotz der sprachlichen Barriere wurde auf einer Ebene kommuniziert. Es war für mich persönlich eine unheimlich wertvolle Begegnung. Ein künftiger Austausch ist geplant! Ich danke allen, die diesen Tag zu einer Bereicherung unserer Arbeit gemacht haben!
Stefanie Zell
fitzibitz@gmx.de
Regionaltreffen
Am 07.10.2010 wurde das Regionaltreffen der Gruppe Aachen und Umgebung von 2 Referentinnen, Frau Altmann und Frau Schuster, bereichert, welche ihre Arbeit "Assistierende Individualbegleitung demenzerkrankter Klientinnen im Seniorenzentrum" bei uns vorstellten.
Die beiden "frischgebackenen" Heilpädagoginnen hatten im Sommer 2010 am Berufskolleg Simmerath/Stolberg der StädteRegion Aachen ihre nebenberufliche Ausbildung zu staatlich anerkannten Heilpädagogen abgeschlossen. Eingebettet in eine Power-Point-Präsentation berichteten sie in einem sehr fesselnden Vortrag über die Bereitschaft eines Seniorenheims, das sich auf neue heilpädagogische Methoden einließ, um eine individuelle Begleitung von zwei an Demenz erkrankten Damen zu gewährleisten. Aus den theoretischen Grundlagen von Tom Kitwood, welcher die Arbeit mit Demenzkranken "revolutioniert" hat, nahmen die beiden Heilpädagogen viel mit in dieses "Projekt". Eine gut durchdachte Begleitung im Alltag des Seniorenheimes wurde von den beiden ausgeführt. Wichtig war hierbei immer wieder, die Haltung der bestmöglichen Selbsttätigkeit der Klientinnen – "Ich-Identität wahren", immer wieder auf die Ressourcen der Klienten zurückkehren. Eines der gut dargestellten praktischen Beispiele waren Fotos, die in Einzelschritten zeigten, wie eine der Damen, die gerne Musik hörte, ihre Stereoanlage in Reihenfolge bedienen konnte. Die beiden Referentinnen trugen ihren Vortrag mit viel Leidenschaft vor. Für ihr Publikum hatten sie einen Büchertisch vorbereitet. Wegen des regen Interesses und der kurzen Zeit, konnten einige Fragen nicht geklärt werden. Aus diesem Grunde hatte sich die Regionalgruppe einstimmig dafür ausgesprochen, die beiden Referentinnen zum Jahresabschlusstreffen am 02.12.2010 erneut einzuladen.
Kontakt
Antje Kampfmeyer, antje.oetjen@gmx.de
Stefanie Zell, fitzibitz@gmx.de
Alles inklusive im Familienzentrum?
war das Thema der samstäglichen OWL-Regionalkonferenz des „Berufs- und Fachverbandes Heilpädagogik e. V.“ Anfang Oktober in dem Ev. Familienzentrum Bad Lippspringe.
Der Vormittag begann mit einem lockeren Begrüßungskaffee, gleichzeitig konnten die gut dreißig Teilnehmer aus Paderborn und dem umliegenden Ostwestfalen die besonders gestalteten Räumlichkeiten "auf eigene Faust" erkunden. Zum Auftakt der Führung durch die vor einem Jahr zu einem Familienzentrum zertifizierte Kindertagesstätte erklärte die Leiterin Kerstin Rohdenburg den langen Weg der Einrichtung seit 1954 bis heute. Schwerpunkt war dabei die Hinwendung der damaligen Mitarbeiterinnen zu einem neuartigen Raumkonzept, als Anfang der 1990er Jahre eine Renovierung nötig war. Jedes Teammitglied nahm an entsprechenden Fortbildungen teil.
Frau Rohdenburg beschrieb den Ansatz des "Würzburger Modells"nach Prof. Mahlke, der mit besonders durchdachter, auf das Wesentliche begrenzter Materialnutzung und Raumgestaltung in der Kindertagesstätte half, den Lebensraum für Kinder und Mitarbeiter neu zu gestalten. Die pädagogische Arbeit sei anders geworden - anschaulich wurden die Erläuterungen dann beim Rundgang in zwei Gruppen, dadurch entstehende Chancen in der alltäglichen Lebenspraxis mit den Kindern wurden erlebbar. Die Teilnehmer erkundeten begeistert die Holzeinbauten, die über mehrere Ebenen die Fläche zum wirklich spürbaren Raum verwandeln.
Anschließend führte Detlev Wolf in seinem Vortrag genauer aus, wer hinter dieser Raumgestaltung "steckt". Detlev Wolf, Dozent am Fröbelseminar in Kassel, das Ausbildungsgänge zu Erzieher/in und Heilpädagogen/in sowie parallel dazu einen Bachelorstudiengang "Bildung und Erziehung in der Kindheit" anbietet, begann mit einem sehr gerafften Überblick über die Entwicklung des Menschenbildes in der Pädagogik - ordnete Piaget, Freud, Fröbel, Montessori nach dem jeweils festgestellten Verhältnis zwischen Kind und Umwelt ein. Das war Grundlage, um dann die kindgerechten Ansätze Prof. Wolfgang Mahlkes aufzuzeigen. Aber auch für Jugendliche in sozialen Brennpunkten und erwachsene Menschen mit Behinderungen hat Mahlke entsprechende Ideen entwickelt. Wolf hat während mehrerer Exkursionen mit Studenten Einrichtungen in Würzburg erlebt und vermittelte mit Bildern Eindrücke vom Umgang mit Licht, Material und Raum. Durch das Raumkonzept nach Mahlke wird der Raum Erfahrungsfeld für alle Sinne. Räume gestalten Beziehungen. So schaffen neu gestaltete Räume auch neue Beziehungen. Das zeigten auch die Arbeitserfahrungen von den Kolleginnen aus dem Lippspringer Kindergarten -neues gegenseitiges Vertrauen kann zwischen Kindern und den verantwortlichen Pädagogen wachsen. Aufmerksam wurde dieser Teil auch gerade von Teilnehmern aus der Architektenbranche, die Einrichtungen für Kinder planen und bauen, mitverfolgt - spannend war für sie, dazu Gedankengänge aus pädagogischer Sicht zu hören.
Anschließend beschrieb Reinhild Jäschke ihre Arbeit als Heilpädagogin mit den Kindern in der Einrichtung. Sie habe den "heilpädagogischen"Blick auf alle Kinder, dieser trägt mit zur gelingenden pädagogischen Arbeit des Teams bei. Dieser Praxisbericht bot eine gute Grundlage für die Ausführungen Detlev Wolfs zu Integration und Inklusion. Kernsatz zu Beginn: Behinderung ist das, was wir über den Mensch und seine Möglichkeiten denken - nicht wie der Mensch ist.
Anschaulich erläuterte er Grundlegendes, wichtig seien Individualisierung und Dialog in der (Heil-)pädagogik. Nicht Gleichmacherei sondern gleichwertige Möglichkeiten zur Entwicklung des persönlichen Potentials seien zu schaffen. Gleich ist der Wert und das Recht jedes Menschen. Letztlich leben wir aber von der Unterschiedlichkeit bzw. der Einmaligkeit eines jedes Menschen.
Inklusion hat aber auch Grenzen führte Wolf aus:
Sie ließe sich nicht einfach verordnen - entwickelt sich erst aus einer Haltungsänderung in Organisationen von innen heraus. Behinderung liegt gerade auch an Gedanken anderer über den Betroffenen nicht nur im Menschen selbst.
Inklusion dürfe nicht aus Hoffnung, Gelder für entsprechende Fördereinrichtungen zu sparen, "mit der Brechstange" eingeführt werden. Es kostet Geld, dass gleichwertige Voraussetzungen für Jeden geschaffen werden können.
Kooperation statt "Arbeit am Kind", wie es früher hieß - Pädagogen arbeiten idealerweise co-kooperativ mit den Kindern, - schaffen gemeinsamen Lebensraum.
Schon während des Vortrages kam es zu Diskussion und Erfahrungsaustausch, wie KollegInn Ansätze zur Inklusion positiv oder auch nur negativ (gerade vorallem aus finanziellen Gründen) erleben.
Angeregt wurde im Anschluss, kreative gelungene Ansätze doch auch zukünftig austauschen zu können - Als Koordinator bietet sich veranstaltende Berufsverband der Heilpädagogen e.V an, Ansprechpartnerin in der Region ist Karen Riemann (karen.riemann@web.de). Interessenten am Thema können sich gerne melden!
Treffen der Regionalsprecher/Innen in NRW
Am 17.04.2010 fand das erste Treffen der Regionalsprecher/Innen aus NRW in diesem Jahr in Duisburg statt. Herzlich wurden die Teilnehmer/Innen, Trudi Baum (Landessprecherin NRW) und Gunhild Cerkovnik (Mitarbeiterin in der Geschäftsstelle) vom Gastgeber Frank Radke in den Räumlichkeiten der städtischen Beratungsstelle in Dusiburg-Duissern begrüßt und nach einer Vorstellungsrunde auf den Tag eingestimmt.
Besondere Freude bereitete die Teilnahme von Christa Klöppel, welche im Rahmen ihrer Aktivitäten im Aktionskreis Frühförderer dessen Entstehung, Arbeit und Weiterentwicklungen im Raum Duisburg vorstellte.
In einem interessanten und anregungsreichen Vortrag zeigte Frau Klöppel die Entstehung des Vereines „Frühe Hilfen“ und des bunten Kreises e.V. aus dem Aktionskreis Frühförderer hervor auf.
Deutlich wurde die Spannbreite der durch den Aktionskreis entstandenen Arbeitsgruppen, die hohe Bedeutung der Interdisziplinarität verschiedener Berufsgruppen (Ärzte, Pädagogen, Pfleger, Kostenträger, Amtsstellen, Frühförderstellen, etc.) und die zwar fortlaufend häufig schwierige und langsame, jedoch erfolgreiche Arbeit des Kreises, die eine weitgehend von den politischen und wirtschaftlichen Ambitionen einzelner Teilnehmer unabhängige Arbeitsatmosphäre aller in Duisburg vertretender Fachbereiche (SPZ, Kliniken, Privatpraxen, etc.) ermöglicht.
Im Anschluss an eine angeregte Diskussionsrunde und einer gemütlichen Mittagspause mit kollegialem Austausch fand eine Führung durch die Beratungsstelle statt.
In einer weiteren Diskussionsrunde stellten Frau Klöppel und Herr Radke das von ihnen entwickelte Konzept „Erziehung trotz Behinderung – Behinderung trotzt Erziehung“ anschaulich dar und regten zu einem intensiven Austausch über die von ihnen eingesetzten heilpädagogischen, pädagogischen und systemischen Inhalte und Methoden an.
Eine lebhafte Diskussion im Bezug auf unterschiedliche Sichtweisen auf das Verhalten von Eltern behinderter Kinder, die Bedeutung von rechtlichen und finanziellen Aspekten bei der Erziehung eines Kindes mit Behinderung entstand.
Der letzte Teil des Tages wurde formalen Punkten gewidmet. Frau Cerkovnik berichtete von den Vorbereitungen des Vorstandes für die 44. Bundesfachtagung vom 19.-21. November 2010 in Berlin. Weiter informierte sie über die Planung des Informationsstandes auf der REHA-Care in Düsseldorf vom 06.-09.10.2010 und bat um Unterstützung bei dessen Betreuung.
Im Resümee ist festzuhalten, dass das Treffen der Regionalsprecher/Innen in NRW wieder viele interessante und anregende Themen beinhaltete, fachlich sehr ansprechend war und der Tag mit einem guten, motiviertem Impuls für die weitere regionale als auch bundespolitische Arbeit beendet wurde.
Antje Oetjen
(Regionalsprecherin Aachen und Umgebung)
Regionalgruppe Aachen, Rückblick
Am 03. Dezember 2009 trafen sich die Kolleginnen der Regionalgruppe Aachen zum Jahresabschluss in einem ganz besonderen Rahmen.
Das Treffen stand unter dem Motto „Die aktiven Mitglieder gönnen sich zum Jahresende etwas „Gutes“. Dieses „Gute“ wurde zum Thema „Ja sagen zu den persönlichen Werten und Zielen“ unter der Leitung von Herrn Lausberg von den Regionalsprecherinnen ausgewählt.
Herr Lausberg führte die Kolleginnen in das Thema mit einer besonderen Geschichte ein. Nach der Geschichte folgten eine ganz persönliche Werteerstellung anhand eines „Wertebuffets“, eine differenzierte Zielformulierung und eine Phantasiereise zum Abschluss, die die Zuhörerin der eigenen Zielformulierung durch meditatives Mitgehen näher brachte.
Abschließend fand zwischen Herrn Lausberg und den Kolleginnen ein reger Austausch zu den neu gewonnenen Empfindungen, Erfahrungen und eigenen Ziel- und Wertemaßstäben statt. Für die anwesenden Kolleginnen darf ich sagen, etwas „Gutes gönnen“, sollte im Arbeitsalltag viel häufiger Raum finden.
Unser Referent Herr Lausberg bietet seine Methode „JETZT“ in fünf Modulen an.
Die Kolleginnen der Regionalgruppe haben das 1. Modul – „Ja sagen zu den persönlichen Werten und Zielen“ kennen gelernt. Weitere vier Module können genutzt werden.
- Modul – Erfolg durch klare Zielformulierung
- Modul – Tagesplanung zur Integration der Zeitpläne in den persönlichen Alltag
- Modul – Zielerreichung verbessern durch praxisorientiertes Mental – Training
- Modul – Teamwork, Einige einfache Regeln für mehr Effizienz und Effektivität im Team
Für die Regionalgruppe
Sandra Nollen
Regionalgruppe Ostwestfalen/Lippe
Im neuen Jahr 2010 startet die neu strukturierte Regionalgruppe Ostwestfalen/Lippe (OWL) mit neuem Impuls, neuen Ideen und hoffentlich vielen Interessierten! Auftakt soll eine Veranstaltung am 26. Februar 2010 ab 15 Uhr in den Räumen der Kinder- und Jugendhilfe Schloss Hamborn in Borchen sein.
Alle Mitglieder aus der Umgebung und Gäste sind herzlich zum offenen Austausch eingeladen! Themen dabei können neben persönlichen Fragen zukünftige Arbeitsschwerpunkte und Veranstaltungsplanung im Rahmen der Regionalgruppe OWL aber aus ganz aktuellem Anlass auch das Berufsbild HeilpädagogIn (herausgegeben vom BHP e.V.) sein. Bis zur Mitgliederversammlung während der Bundesfachtagung im November nächsten Jahres in Berlin wird eine Neufassung des inzwischen acht Jahre alten Papiers entwickelt, die von möglichst vielen Mitgliedern mitgedacht werden sollte.
Auf das Treffen und über Nachfragen, Anregungen (wo können wir uns nächstes Mal treffen? Wer lädt uns ein?) sowie Rückmeldungen (wäre ein Samstagvormittag günstiger?) oder Infos über die „heilpädagogische Szene“ in OWL freut sich.
Karen Riemann, karen.riemann@web.de, 05251-1421415
Landesarbeit NRW
Treffen der Regionalsprecher NRW mit ihrer Landesbeauftragten Trudi Baum
Am Samstag, d. 25.04.2009 trafen sich die Regionalsprecher mit der Landesbeauftragten in der Zeit von 10:30 – 15:00 Uhr im EBZ in Bochum.
Die regionale Arbeit in Nordrhein-Westfalen hat sich neu strukturiert und NRW hat inzwischen 10 Regionalgruppen, aus denen viele Kollegen der Einladung gefolgt waren.
Die Neustrukturierung der Regionalgruppen und Berichte der Arbeit aus den Gruppen nahmen einen großen Teil der Tagesordnung ein. Dabei wurde deutlich, wie engagiert sich alle Kollegen in ihrer Region für den BHP und ihre Mitglieder vor Ort einsetzen.
Außerdem wurden wichtige Aspekte des Handbuchs "Ehrenamt" besprochen und diskutiert. Diese Ergebnisse nahm die Landesbeauftragte mit in die Beiratssitzung, die im Mai in Berlin stattfand.
In der Runde sind viele Kollegen, die in integrativen Kindertagesstätten arbeiten und zwei Kollegen haben die Absicht in naher Zukunft, Beiträge über ihre Arbeit in der bhp aktuell zu veröffentlichen.
Alle Anwesenden arbeiten so angeregt und intensiv miteinander - selbst in der Mittagspause fand ein reger Austausch statt – so dass die Zeit wie immer zu kurz war.
Die Kollegin Sonja Floßbach - Regionalgruppe Bonn- stellte im Verlauf des Tages ein neues Raumkonzept für Kitas -"Kamelion-" vor, das auf großes Interesse stieß und so wurde beschlossen, sich im September bei Sonja Floßbach zu treffen.
Das nächste Treffen findet statt:
Samstag,19.09.2009
Kita St.Georg, Kreisauer Str.2
53175 Bonn/Plittersdorf
10.30 Uhr - 15.00 Uhr
Themenschwerpunkte:
Vorstellung Raumkonzept Kamelion - Sonja Floßbach,
Vorstellung Konzept: Erziehung trotz Behinderung - Frank Radke
Regionalgruppe Bad Münstereifel/Euskirchen
Am 21.04.2009 führte sich Sabine Fisang mit einem Themenabend als Stellvertreterin von Trudi Baum in das Amt der Regionalsprecherin der Regionalgruppe Bad Münstereifel und Umgebung ein.
Eingeladen waren nicht nur die Heilpädagogen der Region, sondern auch Mitarbeiter aus integrativen Einrichtungen, Krankengymnasten, und Sprachtherapeuten; denn Ziel der Arbeit in der Region ist es, den Beruf des Heilpädagogen und den Berufsverband bekannter zu machen und eine Vernetzung mit anderen Berufsgruppen zu intensivieren.
Der Einladung waren viele Kollegen gefolgt, sodass Trudi Baum und Sabine Fisang etwa 30 interessierte Gäste begrüßen konnten. Die Veranstaltung fand in der integrativen städtischen KiTa Bad Münstereifel-Schönau statt und stand unter dem Thema: „Die Bedeutung neurowissentschaftlicher Grundlagen für die Heilpädagogik/Pädagogik“
In einem sehr interessanten und mit vielen praktischen Beispielen unterlegten Vortrag sprach Sabine über die neurophysiologischen Grundlagen des Lernens, über die enorme Regenerationsfähigkeit und Formbarkeit des Gehirns durch Erfahrung und Lernen und über die hohe Verletzlichkeit dieses Organs, das sich gegenüber pädagogischen und therapeutischen Einflüssen als weitestgehend resistent erweisen kann. Dabei wurde sehr deutlich, wie neue spannende Forschungsergebnisse aus den Neurowissenschaften uns Heilpädagogen helfen, das Erleben und Verhalten der Menschen, denen wir auf beruflicher Ebene begegnen, besser zu verstehen. Das Verstehen macht es uns leichter, dem Gegenüber mit Akzeptanz, Wertschätzung und Empathie zu begegnen.
Dieser Themenabend fand so große Resonanz bei den Anwesenden, so dass eine Fortsetzung der Thematik geplant ist.
Die nächste Veranstaltung findet statt:
Dienstag, 01.09.2009
in der Integrativen Städtischen KiTa Bad Münstereifel-Schönau, Wiesentalstrasse
Beginn: 19.30 Uhr
Thema: Hirnschädigungen
Referent: Sabine Fisang
Es würde die beiden Regionalsprecher freuen, auch wieder zahlreiche Interessierte begrüßen zu können.
Rückblick Regionalgruppe Aachen und Umgebung
Der Themenabend am 19.02.2009 des BHP e.V. mit dem Titel:
Hochbegabte Kinder im Kita- und frühen Grundschulalter (ca.4-8 Jahre) verstehen, begleiten, fördern
Referentin: Frau Inge Förster;Fachfrau für Hochbegabtenförderung und Förderung besonderer Begabungen
im Elementarbereich: Kita und Übergang Grundschule
Freie Mitarbeiterin und Referentin im IHVO (Institut Hanna Vock in Bonn)
Leitung einer städtischen Regelkita in Aachen mit Schwerpunkt: Gesundheitserziehung nach S. Kneipp
war ein voller Erfolg.
Die Teilnehmer/innenzahl belief sich auf 112 Besucher.
Die Einnahmen und Ausgaben konnten so deckungsgleich bleiben.
Frau Zell übernahm die Organisation und Moderation, die anwesenden Mitglieder der Regionalgruppe halfen tatkräftig an Kasse, reibungslosem Ablauf und der Betreuung der Thementische mit.
Nicht zu vergessen auch en Dank an den Hausmeister, welcher die Bestuhlung von 140 Stühlen vornahm und Tische aufstellte, ebenso der Hausfee, die für die Beleuchtung sorgte und auch kleinere anfallende Aufgaben wahrnahm und uns unterstützte.
Ebenso ein Dank an die Schulleitung, die uns zu den Veranstaltungen das Forum des Berufskollegs zur Verfügung stellt!
Für Ton und Technik haben wir 2 Profis engagiert, welches der Veranstaltung eine hohe Qualität verlieh!

Frau Förster referierte in Form eine Power-Point-Präsentation über die Theorie und Praxis in der Arbeit mit Kindern mit besonderen Begabungen.
Es gab im Anschluss eine Fragestunde.
Frau Förster brachte eine Vielzahl an Materialien, Fotos aus ihrer Arbeit mit, welche auf Thementischen zu besichtigen und auszuprobieren waren.
Im Anschluss auf den Vortrag verwies Frau Zell noch einmal auf das Netzwerk der Heilpädagogen/innen vor Ort und im Raum Aachen, sowie auf die Arbeitsgruppen, welche
Es zum Thema Hochbegabung gibt.
Der Abend war eine gute Gelegenheit Lobbyarbeit für den BHP e.V. zu machen.
Vom Internetradio „Am Alex“ war als freier Reporter Herr Lin vor Ort, welcher der gesamten Veranstaltung beiwohnte und sie dokumentierte.
Daraus erfolgt ein Podcast, welches der Geschäftsstelle zu zugehen wird.
Im Auftrag der Regionalgruppe Aachen und Umgebung
Stefanie Zell
Rückblick Ostwestfalen-Lippe
Die erste Regionalveranstaltung im neuen Jahr stand unter dem Thema „ Sexualität und Behinderung – (k)ein Tabu“. Referentin des Nachmittags war Manuela Wohlgethan, Heilpädagogin und Sexualpädagogin (Ausbildung im Institut für Sexualpädagogik Dortmund), im BHP auch bekannt als Regionalsprecherin Hamm-Sauerland.
Durch die Einladung, erneut ein Regionalgruppentreffen in dem Edith-Stein-Berufskolleg stattfinden zu lassen, traf sich eine buntgemischte Zuhörerschaft, die teils in der Praxis arbeitet, teils zusätzlich mitten in der Ausbildung „steckt“. Es wurde schon in der Vorstellungsrunde deutlich, wie unterschiedlich die Fragen und Erlebnisse sind, wenn es um die so selten offen angesprochene Frage der Sexualität geht. Als Auftakt, aktiv zu werden, stand ein Zweiergespräch mit dem Sitznachbar über zwei per Los gezogene Begriffe an – so fand jede/r seinen Einstieg ins Thema, bevor Frau Wohlgethan ihren „Input“ lebendig und viele verschiedenste Aspekte (menschlich, zwischenmenschlich, gesellschaftlich, biologisch, rechtlich, beruflich aus Sicht von Heilpädagogen...) berücksichtigend darstellte.
Im zweiten Teil ging es dann um vier kurz beschriebene Fallbeispiele, die nach einem Verfahren kollegialer Beratung, das im Institut für Sexualpädagogik in Dortmund vermittelt wird, bearbeitet wurden. Die vier Schritte der Kleingruppengespräche orientierten sich an den Leitfragen:
- Mein erstes Gefühl: Jeder ist aufgerufen, sein persönliches Gefühl zu beschreiben.
- Was sind die Fakten? Hier kann auch noch nachgefragt werden, um das komprimiert dargestellte Bild für sich als Außenstehenden zu vervollständigen.
- Was steckt möglicherweise dahinter? Hier darf die Fantasie mitspielen...
- Welche Handlungsempfehlung gebe ich? Was ich persönlich in dieser Situation tun würde...Zu beantwortende Fragen da auch: Kann ich nicht? Will ich nicht? Darf ich nicht?
Das ist nur stichwortartig dargestellt das Verfahren, die erste „Übung“ damit zeigte positive Wirkung: Es trug dazu bei, sehr lebendige kollegiale Gespräche strukturiert bis zu einem konkreten Ergebnis führen zu können, ohne sich in Details, Spekulationen oder weniger hilfreiche Ratschläge zu verlieren. Im abschließenden Plenum wurde dann die Weite des Themas „Sexualität“ deutlich, als die vier Handlungsempfehlungen benannt wurden, was natürlich an einem Nachmittag nur angerissen werden konnte. So hatte zum Schluss jede/r die Möglichkeit, sich selbst die Frage zu stellen, was sie/er nach dieser Veranstaltung anders denkt oder machen wird...eine Antwort zum Beispiel wies auf oft völlig fehlende Aussagen zu Sexualität und Menschen (mit Behinderung) in Einrichtungskonzeptionen hin, die doch für Mitarbeiter und Bewohner hilfreich wären. Eine weitere zeigte das schwierige Verhältnis von Fremd- und Selbstbestimmung gerade bei jungen Menschen mit Behinderung.
Durch die kompetente, aufmerksame Begleitung des Fachgesprächs durch Frau Wohlgethan und den intensiven Austausch zum Thema verging die Zeit so schnell, dass keine Zeit für längere Anmerkungen aus der Verbandsarbeit war.
Hinweise auf Veranstaltungen durch die EAH möchte ich auf diesem Weg hinzufügen: In der Region werden im Sommer die Fortbildungsreihe „Elternarbeit in der Jugendhilfe“ sowie ein Modul der Diagnostikreihe „Intelligenztests“ mit Prof. Dr. Dieter Lotz angeboten.
In der Regionalarbeit tut sich auch etwas Neues: OWL wird eine neue „Nachbarin“ bekommen, da sich ab Frühjahr im Nordosten eine neue Regionalgruppe gründet, die sich demnächst mit einer Fachveranstaltung vorstellt. Einladungen mit genaueren Daten dazu werden auch an alle Mitglieder in OWL verschickt.
Zeit und Ort für ein neues Regionaltreffen OWL sind noch nicht besprochen – gibt es Wünsche, Fragen, Angebote? Bitte weitergeben an
Karen Riemann...
Regionalveranstaltung am Berufskolleg
Paderborn.
Ende August – fast pünktlich zum Ausbildungsbeginn vieler zukünftiger
Heilpädagoginnen und Heilpädagogen am Edith–Stein-Berufskolleg
– stellte sich BHP mit einer gut besuchten Fachveranstaltung zum
Arbeits- und Tarifrecht vor.
Die zahlreichen Zuhörer hatten die Möglichkeit, sich über Allgemeingültiges, aber auch durch viele interessierte Nachfragen, über Detailliertes zum eigenen Arbeitsverhältnis zu informieren. Karl –Josef Mindnich (Mitglied des BHP Vorstand, zuständig für den Geschäftsbereich Arbeits-, Sozial- und Tarifrecht) sprach über die sich ständig ändernde Arbeitsgesetzgebung genauso kompetent wie über den Tarifdschungel, der dem relativ übersichtlichen BAT folgte.
Eine wichtige Kernaussage des Nachmittags: Man prüfe vorher sehr genau, an was für Arbeits- und Gehaltsbedingungen man sich mit seiner Unterschrift bindet – dabei biete auch der BHP Hilfe an.
Im Anschluss beschrieb Wolfgang van Gulijk (BHP Geschäftsführer) das weite Spektrum der Verbandsarbeit des BHP. Lobbyarbeit für den Erhalt einer bald sonst vielleicht „bedrohten Art“ (gemeint sind Heilpädagoginnen und Heilpädagogen) ist ein Schwerpunkt der Arbeit in Berlin. Dazu gehört natürlich auch, angemessene, zukunftsträchtige Ausbildungswege und Qualifikationen im Sinne von lebenslangem Lernen zu schaffen. Herr van Gulijk stellte aktuelle Entwicklungen in Deutschland und Europa dar, die die Ausbildungslandschaft bestimmen.
Grundlage der Arbeit des BHP ist eine breite Mitgliederschaft – die sich in der Regionalarbeit engagiert und die einen konkreten Rahmen für fachlichen Austausch, Begegnung mit Kollegen aus anderen Tätigkeitsfeldern, Weiterbildungen in Wohnortnähe in ungefähr 50 Regionalgruppen bildet. So kann dichtere Vernetzung gelingen – was jeder HeilpädagogIn zugute kommt.
Diese Arbeit wird auch in der Regionalgruppe OWL fortgesetzt.
Thema, Zeit und Ort noch offen – Einladung folgt!
Themenvorschläge bitte gerne an die Regionalsprecherin Ostwestfalen-Lippe/
stellv. Landesbeauftragte NRW Karen Riemann!
KONTAKT
Schloss Hamborn 21
33178 Borchen
Fon: 05 25 11 42 14 15
karen.riemann@web.de
Erstes Regionaltreffen in 2008 der Regionalgruppe Bad Münstereifel und Umgebung
Am Samstag, 01.03.2008 tagte die Regionalgruppe Bad Münstereifel und Umgebung zum Thema Tarifrecht, Eingruppierung von Heilpädagogen, gesetzliche Neuerungen usw.
Als Referent der dreistündigen Veranstaltung hatte sich freundlicherweise Karl-Josef Mindnich zur Verfügung gestellt; er ist Vorstandsmitglied im BHP und der Experte für alle rechtlichen Fragen. Dies konnten auch die Teilnehmer der Veranstaltung voll bestätigen, denn alle anstehenden Fragen konnten umfassend und kompetent beantwortet werden. Die Kollegen bedankten sich zum Abschluss für die gute Beratung und bemerkten, dass es gut zu wissen sei, im BHP solch einen Ansprechpartner für rechtliche Fragen zu haben.
Protokoll Treffen der Regionalgruppe Aachen am 13.09.2007
Das komplette Protokoll ist als Download erhältlich [–> PDF-Dokument (713 KB)].
Protokoll über die 1. Sitzung auf Landesebene am 21.04.2007
Das komplette Protokoll ist als Download erhältlich [–> PDF-Dokument (142 KB)].
Neues aus der Region Bad Münstereifel / Euskirchen und Umgebung
Am Dienstag, d. 06.03.2007 veranstaltete die Regionalgruppe einen Themenabend in den Räumen des Thomas-Eßer-Berufskollegs in Euskirchen.
Das Thema des Abends lautete: „Handlungsfelder der Heilpädagogik“
Über 50 interessierte Zuhörer waren anwesend und wurden durch den Schulleiter begrüßt - das Thomas-Eßer-Berufskolleg bildet auch Heilpädagogen aus!
„Heilpädagogen sind die Seismografen unserer Gesellschaft - die Menschen, mit denen sie arbeiten, zeigen oft die sich ändernden Bedürfnisse unserer Gesellschaft auf, noch bevor darüber gesprochen wird.“
Dies war eine der vielen wichtigen Aussagen des Referenten Jean-Paul
Muller, der mit einem sehr interessanten Vortrag die Zuhörer fesselte
- dies zeigte auch die anschließende rege Diskussion.
Im Rahmenprogramm stellten die Mitglieder der Regionalgruppe ihre Berufsfelder
auf Stellwänden dar, denn es war unter anderem auch Ziel, die Arbeit
des Heilpädagogen in unserer Region bekannter zu machen.
Regionalgruppe Ostwestfalen-Lippe
Bei dem Regionaltreffen am 9. März 2007 in Schloss Hamborn, Borchen, tauschten sich die Teilnehmer über ihre persönlichen Erfahrungen als HeilpädagogIn in ihrem jeweiligen Arbeitsfeld aus.
Fragen verschiedenster Art, z. B. wie nennen wir unsere „Menschen mit Behinderung“, wie würden sie sich selber nennen… beschäftigten uns. Ausgangspunkt war das gedruckte Berufsbild, das Arnd Schoeneberg, aus Berlin angereister Referent für Öffentlichkeitsarbeit und Regionale Arbeit des BHP, zu Beginn des Nachmittags mit weiteren BHP- Broschüren vorgestellt hatte. Wir machten uns Gedanken zur zukünftigen äußeren und inhaltlichen Gestaltung. Wie umfangreich darf/muss ein Berufsbild sein? Ist weniger mehr – d.h. sollten evtl. mehr Details über z. B. Frühförderung als Einlage in ein mehr generelles Faltblatt zur Heilpädagogik eingelegt werden? Unterschiedliche Aufmachung für unterschiedliche Leser?
Es entstand die Idee, mit Hilfe eines Fragebogens alle Mitglieder in OWL in den Erfahrungsaustausch einzubeziehen. Das könnte dann auch Aufschluss über die in der Region tätigen Heilpädagogen bzw. auch deren persönlichen Tätigkeiten, Arbeitsansätze und Kompetenzen bringen. Allein im Gespräch der anwesenden regionalen Mitglieder kamen wir auf mindestens drei Themen, die wir in nächster Zukunft mit fachlicher Vorbereitung aus eigenen Reihen angehen können.
So wird das nächste Treffen am 15. Juni 2007 zum (vorläufiger Titel) Thema „Leistungstest in der heilpädagogischen Diagnostik“ in Detmold stattfinden. Nähere Infos bei Karen Riemann (05251/389353) oder karen.riemann@web.de bzw. auch Heike Kruse (05231/302726), die den Nachmittag inhaltlich vorbereitet.
Das nächste Regionaltreffen ist dann für den 19. Oktober zum Thema „TEACCH, Token und überhaupt nonverbale Kommunikation…“ vorgeplant.
Protokoll des Regionaltreffens Aachen am 21.02.2006
Am Dienstag, den 21.02.06 fand unser erstes Regionaltreffen im Jahr 2006 von 19.00 bis 21.00 Uhr statt. Wie gewohnt in den Räumlichkeiten des Stolberger Berufskollegs, das im Raum Aachen Fachschul-Heilpädagogik lehrt. [...]
Das komplette Protokoll ist als Download erhältlich [–> PDF-Dokument (9 KB)].
Protokoll des Regionaltreffens Aachen am 25.04.2006
Vergangenen Dienstag, am 25.04.06 fand unser zweites Regionaltreffen statt. Die Hauptthematik des Abends lag auf der Planung des Themenabends im Juni 2006 und weiteren Punkten. [...]
Das komplette Protokoll ist als Download erhältlich [–> PDF-Dokument (9 KB)].
